14. September 2016

Meister-Finanzierung – diese Möglichkeiten gibt es - FAIN

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Eine Weiterbildung zum Meister ist eine Investition in die Zukunft. Erfahren Sie hier, wie Sie Ihre Meister-Ausbildung finanzieren können. Jetzt lesen!

Meister-Finanzierung: So finanzieren Sie Ihren Meister-Lehrgang

Viele Berufstätige, die eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen haben, überlegen sich, ob sie anschließend noch eine Fortbildung zum Meister oder Techniker in Angriff nehmen. In einigen Berufssparten ist die Weiterbildung für eine gelungene Karriere vorteilhaft, in manchen Berufen der Meister sogar zwingend notwendig, wenn sich die Berufstätigen selbstständig machen möchten. Häufig stellt allerdings die Meister-Finanzierung eine enorme Hürde dar, da die Weiterbildung sehr kostspielig ist.

Finanzierung und Förderung durch Aufstiegs-BAföG

Auch wenn die Kosten einer Weiterbildung zum Meister vergleichsweise hoch sind, Interessenten können jedoch von umfangreichen Unterstützungsleistungen profitieren. Ein höheres Gehalt, ein sicherer Arbeitsplatz und verbesserte Entwicklungschancen am Arbeitsplatz sind jedenfalls gute Gründe, warum sich eine Weiterbildung zum Meister in vielen Fällen lohnt. Der Bund unterstützt Menschen, die sich für eine Weiterbildung entscheiden, mit dem seit Anfang August 2016 neu geregelten Aufstiegs-BAföG, mit dem über 700 Abschlussarten bezuschusst werden. Gefördert werden unter anderem Lehrgangs- und Prüfungsgebühren sowie Materialkosten für ein Meisterstück - unabhängig von Einkommen und Vermögen. 

Bei einer Weiterbildung in Vollzeit sind darüber hinaus Unterstützungsleistungen zur Bewältigung des Lebensunterhalts möglich (hier werden jedoch Einkommen und Vermögen angerechnet). Die Meister-Finanzierung setzt sich aus einem Zuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss, und einem Darlehen zusammen. Insgesamt dürfen die Lehrgangskosten bis zu 15.000 Euro betragen, wobei sich der Betrag in den Zuschuss und das Darlehen, das nicht abgerufen werden muss, aufteilen. In der aktuellen Niedrigzinsphase sind die Konditionen für das Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) besonders günstig, weshalb die Aufnahme eines Darlehens häufig sinnvoll ist. Wer seine Meisterprüfung erfolgreich besteht oder ein Unternehmen gründet, erhält sogar ein Teil des Darlehens erlassen. Bei vorzeitiger Rückzahlung des Staatsdarlehens erhalten die BAföG-Empfänger einen Nachlass, der je nach Ablösebetrag für das Darlehen bis zu 50,5 Prozent betragen kann (ab 24.000 Euro).

Weitere Unterstützungsleistungen zur Meister-Finanzierung

Wer in einem Unternehmen angestellt ist, sollte mit seinem Vorgesetzten über die Möglichkeit einer Bezuschussung der Fortbildung sprechen. Denn eine Weiterbildung lohnt sich nicht nur für den Mitarbeiter, sondern auch für das Unternehmen. Schließlich bringt der höher qualifizierte Mitarbeiter sein erworbenes Wissen im Anschluss an die Weiterbildung in das Unternehmen ein.

Unternehmen sichern sich vor diesem Hintergrund oftmals ab und stellen eine Weiterbildungsförderung nur in Aussicht, wenn der Mitarbeiter dem Unternehmen schriftlich garantiert, dass er das Unternehmen nach Abschluss der Weiterbildung für mehrere Jahre nicht verlässt. Wer nach der Weiterbildung sowieso bei seinem derzeitigen Arbeitgeber bleiben möchte, leistet diese Unterschrift zur Meister-Finanzierung sicherlich gerne. Eine weitere Unterstützungsleistung ist die Bildungsprämie, die für Personen in Betracht kommt, die mindestens 25 Jahre alt sind, weniger als 20.000 Euro im Jahr verdienen, erwerbstätig oder selbstständig sind, eine Weiterbildungsmaßnahme durchführen möchten und diese Maßnahme weniger als 1.000 Euro kostet.

Besonders Begabte können ihre Meister-Finanzierung auch durch ein Stipendium erhalten. Über den Stipendienlotsen erhalten Interessierte einen Überblick über das Angebot des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und können die Stipendiendatenbank nach für sie passenden Förderungsmöglichkeiten durchforsten.

 

Fazit

Die Weiterbildung zum Meister eröffnet Absolventen beruflich völlig neue Wege, die sich ohne Weiterbildung nicht bieten würden. Die Meister-Finanzierung ist dank vieler Förderungsprogramme auch ohne Eigenkapital zu bewältigen, oftmals hat auch der Arbeitgeber ein offenes Ohr, wenn er erfährt, dass seine Mitarbeiter sich fortbilden möchten.