Lehrmethoden – so verschaffen Sie sich Gehör! | FAIN.de

Sie möchten möglichst erfolgreich Studenten in den Bereichen Pharmazie, Mechatronik und Kunststoff lehren? Dann müssen Sie sich Gehör verschaffen – doch das ist gar nicht so einfach! Sie müssen Ihre Unterrichtseinheiten so interessant wie möglich gestalten, aber auch gleichzeitig so viel Wissen wie möglich vermitteln. Dieser Balanceakt ist gar nicht so einfach zu erreichen. Zudem ist jede Studentengruppe anders – verschiedene Persönlichkeiten treffen aufeinander und darauf müssen Sie noch zusätzlich Rücksicht nehmen. 

Lehrmethoden

Es gibt zahlreiche Ansätze, wenn es um Lehrmethoden geht. Doch was bedeutet Methode eigentlich? Der Begriff kommt aus dem Altgriechischen "meta hodos" und bedeutet in etwa "der Weg nach.." Sie müssen Ihren Studenten also den Weg zu einem bestimmten Ziel zeigen. Dieses Ziel ist der Eintritt in das erfolgreiche Berufsleben mit allem erforderlichen Wissen, welches Sie vermitteln müssen. Wie bereits erwähnt, gibt es zahlreiche Ansätze – aber kein Allheilmittel. Hier sind einige Anregungen und Vorschläge aufgeführt, die Sie einsetzen können. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass nicht jede Methode immer gleich gut funktioniert. Hier kommt es auf das Ziel an, das Sie sich gesetzt haben und die Persönlichkeiten innerhalb der Lerngruppen. Die richtige Mischung müssen Sie für sich selbst finden und ausprobieren.

Darbietende Lehrmethoden

Die darbietenden Lehrmethoden sind sehr passiv, das heißt, dass die Lernenden passiv beteiligt sind und der Lehrende den aktiven Part übernimmt. Hier eignen sich Kurzvorträge oder Präsentationen, um schnell ein Themengebiet vorzustellen. So geben Sie effizient Wissen weiter. Sie sollten jedoch darauf achten, dass Sie es so anschaulich wie möglich gestalten, sonst besteht die Gefahr, dass die Lernenden das Gelernte schnell vergessen. Dies erreichen Sie durch den Einsatz von übersichtlich und ansprechend gestalteten Präsentationen, die das von Ihnen Gesagte unterstützen. Bieten Sie Ihren Studenten die Präsentationen anschließend zum Download an, können diese sich das Gelernte nochmals ansehen. Außerdem ist der richtige Einsatz von Mimik, Gestik, Stimmklang und Blickkontakt wichtig. Wenn Sie selbst interessiert klingen und Ihre Studenten in die Vorträge einbinden, verschaffen Sie sich viel einfacher Gehör. 

Die Vorteile an dieser Lehrmethode sind vor allem die Effizienz sowie die Wissensvermittlung. Keine andere Methode lässt einen so viel Wissen in der kurzen Zeit vermitteln, wie die darbietende Methode. Sie müssen jedoch darauf achten, dass Sie ihren Unterricht abwechslungsreich gestalten. Das alleinige Halten von Vorträgen führt dazu, dass Ihre Studenten nicht mehr aufpassen und das Gelernte auch irgendwann nicht mehr aufnehmen können, da Sie dieses nie anwenden oder wirklich verarbeiten konnten.

Dialogische Lehrmethoden

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hierbei um das Lernen durch Gespräche. Dies können Sie durch den Einsatz von Rollenspielen unterstützen. Mit dieser Methode versuchen Sie Ihre Studenten zum Denken anzuregen und sehen zudem, auf welchem Wissensstand sie sich befinden. Dies ist zeitintensiver als die darbietende Variante, allerdings profitieren Sie hier – bei der richtigen Anwendung – auch von einem längerfristigen Erfolg. Achten Sie hier darauf, Ihre Fragen nicht selbst zu beantworten oder zu offensichtlich zu gestalten. Sie wollen tief greifende Denkprozesse anregen. Zudem müssen Ihre Fragen klar formuliert sowie strukturiert sein und nicht zu verschlungen sein.

Der Vorteil an dieser Methode ist, dass Sie Ihre Studenten dazu anregen selbständig zu denken und das Gelernte oft unterbewusst dabei einsetzen. Dadurch kann das zuvor Erlernte verarbeitet und in die eigene Denkweise eingebaut werden. Der Nachteil ist, dass das Führen von Gesprächen sehr zeitintensiv sein kann und oft wenig neues Wissen mit sich bringt.

Erarbeitende Lehrmethoden

Dies ist die aktivste Lehrmethode. Hier kommen beispielsweise Planspiele zum Einsatz, die Lernschritte verinnerlichen sollen. Dabei eignet sich die Vier-Stufen-Methode besonders gut, das abwechselnde Handlungen von Lernendem und Lehrendem voraussetzt. Sie besteht aus vier Schritten: vorbereiten, vormachen, nachmachen, üben. Dadurch können Lernschritte nach und nach verinnerlicht werden und anschließend selbständig durchgeführt werden. Hier müssen Sie das große Ganze zeigen, also wofür die verschiedenen Schritte stehen, was daraus gelernt wird, usw. Außerdem müssen Sie ausreichend Zeit für das Nachmachen sowie das Üben einplanen. So werden Abläufe und Techniken erlernt, die später von großem Nutzen sind. So zeigen Sie einem angehenden Meister für Schutz und Sicherheit nötige Arbeitsschritte, die ihm im späteren Arbeitsalltag nützlich sind.

Der größte Vorteil hier ist das Lernen und gleichzeitige Festigen des angeeigneten Wissens. Durch das Lernen und die nachfolgende Anwendung wird das Wissen sofort verarbeitet und angewandt. So geht verhältnismäßig wenig verloren und die Informationen werden im Langzeitgedächtnis gespeichert. Allerdings prägt diese Methode auch der hohe Zeitaufwand, wodurch sie nicht dauerhaft zum Einsatz kommen kann.

Die Mischung macht's

Wichtig ist, dass Sie die richtige Mischung aus verschiedenen Lehrmethoden wählen. So bleiben die Lehreinheiten abwechslungsreich und spannend und Sie decken zudem alle wichtigen Aspekte ab. Lehren Sie durch Kurzvorträge, vertiefen Sie das Gelernte in Gesprächen und erarbeiten Sie Arbeitsschritte, die im Beruf wichtig werden. Jede Lehrmethode führt zu unterschiedlichen Zielen, die aber alle wichtig für das große Ganze sind. Wählen Sie die effektivste Methode für Ihre Studenten und für das Lehrziel, das Sie erreichen möchten. Generell verschaffen aktive Methoden eher Gehör als passive, aber die passiven Lehrmethoden sind unerlässlich, wenn viel Wissen vermittelt werden soll. Sie benötigen also das richtige Verhältnis an aktiven und passiven Lehrmethoden.

Ein interessanter neuer Aspekt sind Unterrichtseinheiten über das Internet. Hier wird Wissen vermittelt und gefestigt – und das ganz ohne zusätzliche Anfahrten. Der Fain bietet Live-Online Fort- und Weiterbildungen an, die einem das nötige Wissen effizient vermitteln, um beispielsweise den Meister für Kraftverkehrt IHK zu absolvieren.