Präsentationstechniken - Tipps und Tricks für den perfekten Vortrag

Es gibt gelungene und weniger gelungene Vorträge. Die folgenden Präsentationstechniken helfen dabei, den perfekten Vortrag zu gestalten und zu präsentieren.

Präsentationstechniken - Tipps und Tricks für den perfekten Vortrag

Es gibt Vorträge, an die man sich noch lange zurückerinnert. Aber es gibt auch Vorträge, bei denen man schon ab der Hälfte nichts mehr mitbekommen hat. Wer zu lange ohne Punkt und Komma redet, keine Hilfsmittel zur Visualisierung wie  PowerPoint-Folien verwendet, wird eher in Vergessenheit geraten. Da nur die wenigsten ein natürliches Talent besitzen, frei und unterhaltsam zu präsentieren, müssen viele das Vortragen üben. Die folgenden Präsentationstechniken helfen dabei, um den perfekten Vortrag zu gestalten und zu präsentieren.

Vor dem Vortrag

Es gibt Präsentationstechniken, die die inhaltliche Gestaltung der Rede und die Vorbereitung der Räumlichkeiten betreffen. Wir stellen Sie Ihnen vor:

Das Publikum

Zunächst sollten sich Redner Gedanken darüber machen, vor welchem Publikum sie überhaupt sprechen. Sind es 50 oder 500 Personen? Ein wissenschaftlicher Vortrag für Fachbesucher muss beispielsweise anders aufgebaut sein, als einer für interessierte Laien. Von daher muss abgewogen werden, wie fundiert das Thema erklärt und an welchem Punkt die Zuhörer abgeholt werden müssen. Dementsprechend sollte man sich auch sprachlich an seine Zuhörer anpassen und Fachbegriffe entsprechend der vorhandenen Kenntnisse verwenden.

Freiwilliger Vortrag oder Pflichtveranstaltung

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Freiwilligkeit des Besuchs. Handelt es sich bei Ihren Zuhörern um Teilnehmer von Pflichtveranstaltungen, von freiwilligen Vorträgen oder von einer kostenpflichtigen Veranstaltung? Entsprechend einfach lassen sich die Motivation und die Erwartungen der Zuhörer einschätzen und somit auch der Vortrag gestalten. Handelt es sich zum Beispiel um eine Pflichtveranstaltung, liegt es nahe, dass das Publikum uninteressierter sein wird. Die Präsentation sollte in solchen Fällen unterhaltsamer gestaltet sein, um das Publikum zu erreichen.

Vortragsdauer

Auch die Vortragsdauer sollten Präsentierende beachten. Während Vorlesungen in Universitäten zwangsläufig eineinhalb Stunden dauern und die Konzentration der Studenten dabei merklich abnimmt, sollte ein guter Vortrag in der Regel nicht länger als 45 Minuten dauern. Den vorgegebenen Zeitrahmen gilt es vor allem dann einzuhalten, wenn weitere Redner folgen und es peinlich wäre, einen Vortrag mittendrin abbrechen zu müssen.

Vorbereitungszeit

Außerdem ist es empfehlenswert, die Räumlichkeiten des Vortrages gut zu kennen. Gibt es einen Beamer oder sogar noch einen Tageslichtprojektor? Spricht man mit einem Mikrofon frei vor dem Publikum oder hat man ein Rednerpult um eventuell Notizen abzulegen? Außerdem kann es immer technische Probleme geben. Daher sollte man stets genügend Vorbereitungszeit einplanen.

Präsentationstechniken

Hier muss man zwischen technischen Hilfsmitteln und rhetorischen Stilmitteln unterscheiden.

Rhetorische Präsentationstechniken

Um in Erinnerung zu bleiben, muss eine Rede von der ersten Minute an den Zuhörer fesseln. Dafür kann man verschiedene rhetorische Stilmittel nutzen. 

Der Überraschungseffekt

Sie sollten den Vortrag niemals mit typischen Anmoderationen, wie "Es freut mich, dass Sie heute alle so zahlreich erschienen sind" beginnen. Sagen Sie lieber etwas völlig überraschendes oder unerwartetes. Dies sollte sich jedoch auch weiterhin auf den Inhalt beziehen. 

Fragen

Beziehen Sie das Publikum mit ein. Das sorgt für eine lockere Atmosphäre und die Zuhörer folgen dem Vortrag auch intensiver. Beispielsweise kann man dieselbe Frage zu Beginn und am Ende des Vortrages stellen und eventuell einen Meinungswandel im Publikum feststellen. 

Provokation

Indem Sie ihre Kernaussage ins Extreme hin übertreiben, können Sie Reibungsflächen, aber auch Aufmerksamkeit generieren. 

Vergleich

Rhetorikelemente wie Gleichnisse, Metaphern, Parabeln und Charme "zwingen" ihr Publikum zum Nachdenken. Durch die Verschachtelung der Botschaft, müssen Zuhörer selbst auf den Kern der Aussage kommen. Dies sorgt für eine Art Erfolgserlebnis und es erhöht den Sympathiefaktor des Redners.

Geschichte

Persönliche Anekdoten wecken die Aufmerksamkeit. Mit Humor und Selbstironie sorgen Sie für Abwechslung und verhindern zugleich, dass sich das Publikum beispielsweise im Zahlenchaos verliert.

Mimik

Tatsächlich ist es beim Halten eines Vortrages eher empfehlenswert, eine übersteigerte Mimik zu unterlassen. Das widerspricht zwar der klassischen Rhetoriklehre von Universitäten, jedoch ergib es Sinn, wenn beide Vortragsarten einmal gegenüberstellt werden: Von wem sind Sie abgelenkter? Von jemandem, der sein Gesicht oft verzieht und zum Beispiel die Augenbrauen theatralisch anhebt oder von jemandem, der seinen Vortrag ruhig und bestimmt hält?

Sprache und Stimme

Bei einem sprachlich gelungenen Vortrag ist es wichtig, dass das Publikum nicht den Faden verliert. Lange Schachtelsätze sind nie gut, sollten aber insbesondere in freien Vorträgen vermieden werden. Aus sprachlicher Sicht sollten Sie die Betonung lieber auf Verben als auf Substantive legen. Viele Redner machen gerade dies häufig falsch. Denn aktive Verben regen das Gehirn zusätzlich an und lassen den Redner den Vortrag genauer verfolgen. 

Auch die Stimme und Sprachmelodie kann den Vortrag interessanter gestalten. Durch Heben und Senken der Stimme, wie auch durch kurzes Flüstern, können Sie Spannung in den Vortrag bringen. Auch Pausen und Betonungen runden den Vortrag ab. 

Technische Aspekte 

Zu den technischen Hilfsmitteln zählen Geräte zur Visualisierung des Vortrages.

PowerPoint

PowerPoint hat sich zum Klassiker bei den Präsentationstechniken entwickelt. Mit ihnen kann man einen Medienmix von Text, Bild, Ton, Video und Diagrammen verwenden. Vor allem bei längeren Präsentationen, wo es um komplexe Zusammenhänge geht, ist eine PowerPoint zu empfehlen. Aussagekräftige Bilder und Schaubilder können zentrale Aussagen unterstreichen. 

Flipcharts

Flipcharts sind eine interessante Form der Präsentation. Während PowerPoint bisweilen als "betreutes Lesen" abgewertet wird, stehen Flipcharts hoch im Kurs. Flipcharts entstehen meist erst während der Präsentation und lassen Raum zum Ideensammeln. Außerdem befindet sich die Präsentation so mitten in der Entstehung, sodass das Publikum durch Interaktion aktiv beim Geschehen bleibt. 

Tageslichtprojektor

Obwohl er mittlerweile zum alten Eisen zählt, lässt sich ein Tageslichtprojektor gerade an Schulen noch sehr häufig finden. Er eignet sich gut, wenn man bereits gedruckte Folien zeigen oder während des Vortrages etwas darauf schreiben möchte. Außerhalb von Schulen sollten Vortragende aber lieber, wenn möglich, auf andere Präsentationstechniken wie den Beamer zurückgreifen. 

Gelungener Vortrag

Ein gelungener Vortrag zeichnet sich durch eine gute Vorbereitung aus. Ist sichergestellt, dass sowohl die Rede perfekt eingeübt wurde, als auch die verwendete Technik einwandfrei funktioniert, sollte der perfekten Präsentation nichts mehr im Wege stehen. Mit den hier genannten Präsentationstechniken können Sie Ihren Vortrag dann noch optimal abrunden.

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