Weiterbildung in Teilzeit - Möglichkeiten und Vorteile

Weiterbildung kostet Zeit. Viele Arbeitnehmer haben diese jedoch nicht. Daher bietet sich ein Model an, das Weiterbildung in Teilzeit ermöglicht.

Weiterbildung in Teilzeit - Für wen ist es geeignet und welche Vorteile gibt es?

Weiterbildung kostet Zeit. Viele Arbeitnehmer haben diese jedoch nicht. Vor allem, wenn sie schon länger im Berufsleben stehen, möchten dieses das Standbein ungern aufgeben. Daher bietet sich ein Model an, das Weiterbildung in Teilzeit ermöglicht. Diese Angebote gibt es sowohl für klassische Weiterbildungslehrgänge, als auch für verschiedene Studiengänge.

Für wen ist Weiterbildung in Teilzeit geeignet?

Vor allem Mütter können die Mehrfachbelastung von Haushalt, Kindern, Arbeit und Weiterbildungsangeboten schwer unter einen Hut bekommen. Das Angebot "Weiterbildung in Teilzeit"  richtet sich auch an Angehörige, die Personen pflegen. In Vollzeitjobs wird oft verlangt, dass Arbeitnehmer sich für freiwillige Weiterbildungsmaßnahmen unbezahlt freistellen lassen oder Urlaub nehmen. Wer finanziell stark auf seinen Hauptjob angewiesen ist, kann das nicht ohne weiteres tun. Daher eignet sich Weiterbildung in Teilzeit besonders für diese Personengruppe.

Weiterbildung in Teilzeit: Angebote

Ein grundsätzliches Problem ist, dass sehr viele Weiterbildungsangebote in Teilzeit nicht besonders flexibel oder alltagstauglich sind. Selbst wenn sie sich zeitlich mit dem Alltag vereinbaren lassen, steht man oft vor dem Problem, dass solche Kurse keine qualifizierten und gefragten Abschlüsse mit sich bringen, wie es bei Weiterbildungen in Vollzeit der Fall ist.

Konkret sollten bei Weiterbildungsangebote in Teilzeit daher,

  • Lerneinheiten flexibel durchführbar sein,
  • sich Beruf, Familie und Weiterbildung vereinbaren lassen,
  • Lerneinheiten nachholbar sein,
  • Gelerntes selbstständig vertiefbar und wiederholbar sein,
  • das Lerntempo selbst bestimmbar sein,
  • international anerkannte Abschlüsse erzielbar sein,
  • der Kurs flexibel und digital durchführbar sein.

Unterschied zwischen Weiterbildungen in Teilzeit und Vollzeit

Teilzeit bedeutet nicht unbedingt, dass man weniger Stunden erbringen muss, sondern nur, dass der Zeitrahmen des Angebotes weiter gestreckt ist, als bei Vollzeitweiterbildungen. Vollzeit bedeutet, dass die Weiterbildung an mindestens sechs Stunden täglich stattfindet. Weiterbildung in Teilzeit ist hingegen flexibler, da zum Beispiel auch spät am Abend oder samstags Seminare stattfinden. Dafür sind Teilzeitmodelle meist auch teurer, als Vollzeitkompaktseminare. 

Wege, um Weiterbildung zu Finanzieren

Egal, ob es sich um ein Studium oder eine Weiterbildungsmaßnahme handelt: Es gibt unterschiedliche Wege eine Weiterbildung zu finanzieren. 

Arbeitgeber einbeziehen

Um beruflich voranzukommen, lohnt es sich bei Weiterbildungsmaßnahmen auch den Arbeitgeber mit einzubeziehen. Schließlich kann ihm Ihre Fortbildung ebenfalls zugutekommen. So können Sie folgende Unterstützungen erfragen:

  • Kostenübernahme zu Weiterbildungsbeginn
  • Teilerstattung der Kosten nach erfolgreichem Abschluss
  • Einmalige Unterstützungszahlung oder Pauschalen
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Gewährung von Bildungs- oder Sonderurlaub

Wichtig ist, dass sie vorab klären, was bei Studienabbruch oder bei nicht eingehaltener Arbeitsplatzbindung passiert.

Weiterbildung von der Steuer absetzen

Es gibt zwei Möglichkeiten: Handelt es sich um ein Teilzeitstudium können Sie dieses mit bis zu 6.000 Euro als Sonderausgabe in der Steuererklärung absetzen. Jedoch gilt nur die Erstausbildung als Sonderausgabe. Werbekosten wiederum bieten sich auch für Weiterbildungen an. Hier gibt es keine Kostenbegrenzung und Sie können es als Verlustvortrag absetzen.

Bildungsprämie

Die Bildungsprämie beinhaltet den Prämiengutschein und das Weiterbildungssparen. Jedoch darf das Jahreseinkommen 20.000 Euro nicht übersteigen. Bei Weiterbildungsmaßnahmen bis zu 1.000 Euro übernimmt der Staat die Hälfte der Kosten mit dem Prämiengutschein. Beim Weiterbildungssparen darf man Geld aus angespartem Guthaben nehmen, selbst, wenn es dafür noch eine laufende Sperrfrist gibt. Auch die Arbeitnehmersparzulage geht damit nicht verloren.

Anschubfinanzierung

Die Arbeitsagentur bietet hier "Unterstützung für Lernwillige ohne Berufsabschluss" oder Personen, die lange nicht mehr in ihrem erlernten Beruf gearbeitet haben. Bei kleinen oder mittelständischen Unternehmen gibt es als Anschubfinanzierung Lohnzuschüsse für freigestellte und weiterbezahlte Mitarbeiter in der Fortbildung sowie die Kostenerstattung für Lehrgänge, Zuschüsse und Fahrtkosten. Allerdings ist dies altersabhängig. 

Das 2019 in Kraft getretene Qualifizierungschancengesetz fördert auch Weiterbildungen in Teilzeit und berufsbegleitende Fortbildungen für jüngere Mitarbeiter.

Stipendium

Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Das Deutschlandstipendium fördert auch berufsbegleitende Studiengänge und beläuft sich auf 300 Euro im Monat für herausragende Leistungen. Im Weiterbildungsstipendium werden im Erststudium Studenten gefördert, die unter 25 Jahre alt sind und einen Berufsabschluss von besser als 1,9 haben. Mit dem Ausstiegsstipendium "Aufstieg durch Bildung" erhalten Arbeitnehmer, die nebenher ihr Erststudium absolvieren einkommensunabhängig 2.000 Euro. Vollzeitstudenten bekommen 750 Euro. 

Andere Quellen

Bildungsfonds und private Studienkredite sorgen für Budget, aber auch Freunde und Familie können Sie in der Finanzierung Ihrer Weiterbildung in Teilzeit unterstützen. 

Darum sollten Sie eine Weiterbildung in Teilzeit in Betracht ziehen

Die Vorteile einer Weiterbildung in Teilzeit liegen klar auf der Hand. Mit der Weiterbildung besteht die Chance sich beruflich weiterzuentwickeln und langfristig mehr Geld zu verdienen. Zudem kann man viele Teilzeitangebote flexibel in den Berufs- und Arbeitsalltag einplanen, sodass eine Aufgabe des Hauptjobs nicht nötig ist und man keine oder weniger finanzielle Einbußen, wie bei einer Vollzeitweiterbildung, zu befürchten hat. Zu Guter Letzt bringen Weiterbildungen und der Erwerb von neuem Wissen einen immer auch persönlich weiter, sodass Weiterbildungen auf jeden Fall ein Gewinn sind. Wer keine Möglichkeit hat, an Vollzeitweiterbildungsmaßnahmen teilzunehmen, für den ist die Weiterbildung in Teilzeit die optimale Lösung. 

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